Der TOEFL

2009
05.15

Heute war der TOEFL, den ich laut einer Uni (trotz Leistungskurs Englisch in der Schule) für die Einschreibung in England brauche. Die andere hätte sich mit dem Abi zufrieden gegeben, aber da wars schon zu spät, die Anmeldung schon durch.

So um mal zu erklären worum es sich beim TOEFL überhaupt handelt: Das ist ein Sprachtest, zentral aus den USA gesteuert, den die meisten englischsprachigen Universitäten als Nachweis über Englischkenntnisse verlangen. Gerade günstig ist der Spaß auch nicht: Beim momentanen Dollarkurs 136 Euro für die Einschreibung und dann nochmal knapp 30 Euro für eines der zahlreichen Übungsbücher. Letztere sollte man sich zumindest kurz einmal ansehen, um zu wissen auf welche Strukturen die Korrekteure Wert legen.

Heute fand dann also in einem Raum der Universität der Test statt. Dicht an dicht saßen alle Teilnehmer, jeder über seinen Bildschirm gebeugt. Wasser wird gereicht, Essen ist während des Tests nicht erlaubt. Pausen gibt es nur eine 10 Minütige nach etwa der Hälfte des Tests. Ansonsten muss durchgearbeitet werden, die Zeit ist knapp und läuft gnadenlos.

Als erste Aufgabe erwartet uns die Reading Section. Es bekommen nicht alle gleich viele Textstücke, bei  mir sind es 5 Stück. Natürlich alles Fachliteratur über die unterschiedlichsten Themen, 20 Minuten für Lesen und Beantwortung von ca. 14 Fragen pro Text. Irgendwann setzt das Hirn aus und man möchte am liebsten gackernd durch den Raum rennen.

Nach den 100 Minuten Text leider noch immer keine Gnade, es geht sofort weiter mit den Listening Übungen. Fand ich persönlich etwas einfacher, allerdings auch recht umfangreich. Jetzt kommen allerdings die ersten Probleme wegen der Organisation dieses Tests auf. Da ja jeder Teilnehmer eine andere “Mischung” an Aufgaben bekommt sind einige natürlich (und gewollt) eher mit den ersten beiden Aufgabenblocks durch – und die Sprechübungen folgen. Ebenfalls im Testraum mit allen anderen Teilnehmern. Ich brüte also noch über den letzten Fragen der Hörverstehenübung als mein Nachbar schon munter ins Headset plappert – der Konzentration nicht wirklich förderlich!

Dann die kurze Pause und gleich wieder zurück in den Mief des Testraums. Jetzt fängt auch für mich der Speaking Part an. Auch für diesen Teil muss man Fragen zu Texten und Hörübungen beantworten, sich also zwischen den Antworten auf Informationsaufnahme konzentrieren – schwierig wenn überall schon geredet wird. Und dann selbst reden … und den Nachbarn damit stören… und am Ende hört er noch was ich da rede?? Wirklich grausam. Für die ersten beiden Übungen gibt es 20 Sekunden Vorbereitungszeit und 45 Sekunden Sprechzeit… bei der Ersten Frage war ich nach Ablauf der 45 Sekunden gerade mit meiner Einleitung fertig. die nächsten vier Aufgaben geben immerhin 30 Sekunden Vorbereitung und 60 Sekunden Sprechzeit.

Als letztes dann noch die Aufsätze, einerseits geradezu eine Erholung verglichen mit dem Rest, andererseits ist zumindest das zweite Thema für mich nicht gerade glücklich gewählt.. aber am Ende komme ich doch noch über die geforderte Mindestwortzahl.

Fazit: Für die Uni wird das Ergebnis wohl hoffentlich reichen, aber einfach geht anders. 4 1/2 Stunden Dauerkonzentration unter Zeitdruck, schwierige Aufgaben und nicht gerade optimale Prüfungsbedingungen.

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2 Responses to “Der TOEFL”

  1. felix sagt:

    45 sekunden sprechzeit, nicht 45 minuten, oder?
    ansonsten kann ich das gut nachvollziehen, auch wenn ich nicht den toefl gemacht hab (aber nen apiel-test vor laanger langer zeit mal), mich haben die anderen bei den sprechteilen doch ziemlich abgelenkt…

  2. Arctica sagt:

    Hoppla, ja *gg*

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