Jedes Jahr gibt es in St. Andrews eine besonders interessante Tanzveranstaltung: Ein Ceilidh in der Burgruine, direkt über dem Meer. Gestern war es wieder so weit und diesmal war ich dabei, sogar mit nagelneuem Kilt.
Morgens war ich erst mal zum Brunch bei einer Freundin eingeladen und wollte am Rückweg noch ein paar Bilder für das Projekt zwölf2010 machen. Als ich gerade fotografierend unter einem Baum stand ist es dann passiert – hat mich doch tatsächlich so ein elender Vogel (anscheinend auch noch mit Verdauungsproblemen) angekackt! Ich hatte nur noch ein altes Taschentuch dabei, konnte es also nicht mal richtig weg wischen, sondern musste so quer durch die Stadt und in den Bus. Immerhin hat sich dadurch meine Entscheidung, ob ich mir die Haare noch waschen sollte, von alleine erledigt.
Im Bus hatte ich in letzter Minute noch einen Platz ergattert, da die Liste innerhalb eines Abends, an dem ich nicht anwesend war, schon voll wurde, gestern dann aber noch eine Teilnehmerin abgesagt hat. Es ging also auf eine (lange) Fahrt nach St. Andrews. Zuerst war es wolkig, dann bedeckt, dann leichter Nieselregen, dann starker Regen, dann Hagel. Und dann – war plötzlich alles vorbei und wir kamen bei strahlendem Sonnenschein und ohne ein Lüftchen in St. Andrews an. Die Kulisse mit der Burg und dem Meer war einfach traumhaft. Auch wenn sich das Tanzen auf Gras und hügeligem Gelände als eher schwierig herausstellte war der Abend ein Riesenspaß. Als es zu dunkel zum tanzen wurde gab es noch eine Fackelprozession auf den Pier hinaus, bevor wir uns wieder auf den Heimweg gemacht haben.


