Eigentlich bin ich ja keiner dieser missionarischen Vegetarier. Ich finde es durchaus legitim, wenn Leute gerne Fleisch essen möchten. Allerdings finde ich auch, dass ein Großteil der Menschen sich bewusster machen sollte WAS sie da essen, was dahintersteckt und alles damit in Verbindung steht. Dieser Artikel beschreibt das recht schön. Muss denn Fleisch unbedingt jeden Tag auf dem Speiseplan stehen? Kann es nicht einfach als das Luxusgut das es ist behandelt werden und nur einmal die Woche auf den Tisch kommen?
Noch einen weiteren Artikel fand ich letzte Woche interessant… oder eher: zum an der Wand hochgehen. Donald Trump findet nämlich, dass die geplante große Off-shore Windfarm in Schottland seinen 750 Millionen Pfund Golfplatz verschandeln würde – ach nein, Pardon, er ist natürlich nur besorgt um Schottlands Wildtiere! Den Golfplatz baute er entgegen des Protests vieler Umweltschützer und Bewohner in Aberdeen. Versteht mich nicht falsch, lieber einen Golfplatz in Schottland, wo es sowieso viel regnet und keine Bäume gibt, als in der Sahara oder im Regenwald… aber Golf ist einfach NIE ein “grüner” Sport! Der Platz in Aberdeen wurde auf SSSI (Sites of Special Scientific Interest – besonders wichtige Biotope) gebaut. Einigen Familien, die ihre Häuser nicht verlassen wollten und ihr Land nicht aufgeben wollten wurde mit Zwangsräumung gedroht (wie das beim Bau von Golfplätzen – vor allem in Entwicklungsländern – meist der Fall ist) was nur deshalb nicht geschah, weil sie mit einem Film groß an die Öffentlichkeit ginge. Der Golfplatz wird Unmengen von Ressourcen fressen, Dünger ins Grundwasser pumpen und Arbeitsplätze schaffen – für ungelernte Kräfte als Golfjungen oder Zimmermädchen. UND DIESE HOHLBIRNE TRAUT SICH “IM NAMEN DES SCHOTTISCHEN VOLKS” GEGEN EINE WINDFARM ZU PROTESTIEREN DIE NACHHALTIGE ENERGIE FÜRS GANZE LAND LIEFERN WÜRDE???? JA SAG MAL…GEHTS NOCH????????
Meine Mitbewohnerin habe ich heute (als ich sie dann doch mal auf frischer Tat ertappt habe) freundlichst gebeten doch bitte beim Rauchen die Tür hinter sich zuzumachen, weil sonst immer das ganze Treppenhaus vollstinkt. Geerntet habe ich nur ein verächtliches Schnauben. Man sollte ihr bei soviel Freundlichkeit ja fast ehrenhalber die deutsche Staatsbürgerschaft verleihen, die feine Englische Art ist es nämlich auf jeden Fall nicht.
Worüber ich mich weniger aufrege:
Ich wollte mal auf meine Linkliste hinweisen. Dort ist jetzt der Blog eines Freundes von mir, der über seine Kochversuche schreibt. Da er Libyer ist, kann man dort tolle libysche Rezepte finden (momentan erst zwei, aber das wird schon noch mehr). Wenn ihr also mal nicht wisst, was ihr kochen sollt…
Achja, und mein Rucola sprießt. Von den anderen Samen scheint noch nichts aufgegangen zu sein, aber ich habe sie ja auch noch nicht lange. Die Babypflänzchen lassen immerhin noch nicht die Blätter hängen, was ich als gutes Zeichen werte.







